Interview Urban Priol

Der Komiker Urban Priol war mit seiner Politik-Comedy-Show in Schwandorf und wir haben ihn zu ein paar ganz persönlichen Fragen interviewt:

Urban Priol

Interview mit Urban Priol

Herr Priol, wie sind Sie zu Ihrer Frisur gekommen?

Das war mal bei einem ganz früheren Auftritt aus Bequemlichkeit.

Da habe ich zuerst einen gegelten Manager gespielt und danach bin ich als verrückter Moderator aufgetreten.

In der kurzen Pause dazwischen hab ich einfach mit einem Frotteehandtuch meine gegelten Haare verwuschelt und seitdem ist das meine „Frisur“.

Da muss man nicht mehr überlegen.

Woher haben Sie Ihre Hemden?

In Wermelskirchen, das ist in der Nähe von Leverkusen, ist so ein Laden mit verrückten Stoffen.

Außerdem habe ich ein gutes Späherauge und entdecke so gute Scheußlichkeiten.

Wollen Sie mal selber in die Politik einsteigen?

Es ist doch schon mal ein Taxifahrer Außenminister geworden, warum nicht ein Kabarettist?

Ich halte politisches Kommentieren für sehr wichtig. Teilweise werden wir Comedians schon als Politikerersatz gesehen.

Das erfüllt mich eher mit Sorge.

Die Vorraussetzungen für eine politische Karriere wären bei mir ja schon da, ich war auch mal Taxifahrer.

Wie lange proben Sie Ihre Stücke?

Ich habe heute das Skript als Stütze wegen der täglichen Änderungen.

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Das Programm wird tagesaktuell an die Politik angepasst. Beim normalen Tourprogramm ist das anders. Das wird mit einem Regisseur vier Wochen geprobt bis es sitzt.

Zitate von Urban Priol

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Urban Priol über Erwin Huber

„Ich bin der Erwin Huber, mir kann man unterm Reden die Zähne plombieren.“

Urban Priol über Edmund Stoiber

„Er, der wandernde Aktenordner, muss jetzt in Brüssel die Bürokratie abbauen.“

Urban Priol über CSU

„Beckstein und Stoiber standen für die Verjüngung der CSU – die knackige Boy-Group mit der Gehhilfe.“

„Der Seehofer, als Verbraucherschutzminister soll er uns ja beschützen, Gammelfleisch verhüten. Verhüten und Seehofer, des wiss ma ja das des net geht.“

„Wenn es zwei Bereiche gibt, um die sich der Schnappauf, der Bärentöter, nie gekümmert hat, dann sind das Umwelt und Verbraucherschutz. Und genau deshalb ist die Wirtschaft ja auf ihn aufmerksam geworden. Deshalb arbeitet er ja jetzt in der Wirtschaft.“

„Wolfgang Schäuble – die rollende Zeitbombe.“

„Meinungsforscher haben herausgefunden, warum Angela Merkel so beliebt ist. Weil man sie mit Politik gar nicht in Verbindung bringt.“

Urban Priol über das Gipfeltreffen in Davos

„800 Manager in Davos, also 1.200 Jahre gefühlter Knast.“

Urban Priol über die SPD

„Vorschlag für ein Weihnachtsgeschenk: das neue Grundsatzprogramm der SPD gibt es jetzt als Hörbuch – gelesen von Wolfgang Thierse.“

„Generalsekret Profalla.“

Urban Priol über Flatrates der Telefonanbieter

„Welcher Mobilfunkanbieter passt zu mir? Da bist du Monate beschäftigt!“

Urban Priol über die USA und Bush

„Bush – der Geisterfahrer der Weltpolitik.“

„Osama Bin Laden hat per Tonband die USA aufgefordert geschlossen zum Islam überzutreten. Hab ich mir gedacht: Was soll das denn? Die sind doch so schon aggressiv genug.“

2 Gedanken zu „Interview Urban Priol

  • 26. Juni 2010 um 11:01
    Permalink

    Habe eben, 26.6.2010, in der Rhein-Neckar-Zeitung das Interwiev mit Herrn Pirol gelesen und kann ihm nur weiterhin viel Erfolg wünschen. Leider ist durch den Weggang von Herrn Schramm das perfekte Duo nicht mehr in „der Anstalt“ und daher hoffe ich, daß Herr Pirol hier eine Lösung findet. Die Sendung „Neues aus der Anstalt“ darf nicht beendet werden ! (Noch ist „Angela“ aktiv !!!! 😉 )
    mfG
    Horst Horn

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