CSU Neujahrsempfang

Am Samstag den 12. Januar war es wieder soweit: Neujahrsempfang des CSU-Stadtverbandes in Neumarkt im Reitstadel.

Die Moderation hatte Ingrid Loichinger und als erstes traten 46 schwungvolle Beinchen der Jugendgarde Buchnesia Nürnberg auf das Parkett. Die 24 Mädchen und zwei Jungen zwischen 6 und 10 Jahren trainieren mehrmals die Woche und – Respekt – man hat es auch gemerkt.

Helmut Jawurek (CSU)

Helmut Jawurek hat alle prominenten Gäste und Bürgermeister aus den umliegenden Gemeinden begrüsst. Das hat so sehr seine Aufmerksamkeit gefordert, dass er darüber seine Rede vergessen hat und vom Rednerpult abging.

Erst als eine sehr verwunderte Ingrid Loichinger mit dem Mikrofon kam, fiel ihm auf dass er seine Rede noch nicht gehalten hatte.

Diese fiel dann (für seine Verhältnisse) sehr kurz aus, was wohl auch an seinem fertigen Skript lag.

Er ging auf die hervorragende Situation in Neumarkt (3,2% Arbeitslose zuletzt) und Bayern ein und dass der momentane Aufschwung bei allen Menschen ankommen soll.

Albert Löhner (CSU)

Viel härter hat da unser Landrat Albert Löhner in seiner frei gehaltenen Rede zugegriffen:

„Heute Abend macht uns die CSU deutlich, was in Neumarkt fehlt: eine Faschingsgesellschaft!“

„Was wäre die Stadt ohne den Landkreis? – Eine unbedeutende Kleinstadt!“

Wenn die Stadt weiterhin das Geld auf der hohen Kante lasse, wäre das wie ein Schiff, das im Hafen vor Anker liegen bleibe.

Dieser direkte Torpedo ging an den anwesenden Oberbürgermeister Thomas Thumann und hat gesessen.

Weiter ging Löhner darauf ein, dass sich die Studien immer auf den Landkreis beziehen, der ohne Schulden gut dasteht.

Er kündigte eine strukturpolitische Konferenz an, zu der er alle bei der Kommunalwahl gewählten Bürgermeister einlädt, um die Aufgaben zu klären die in 2008 anstehen. „Wir möchten mehr Kompetenzen übernehmen. Alles was in einer starken Zivilgesellschaft von unten übernommen werden kann.“

Dann ging die nächste Breitseite in Richtung Stadt, denn er dankte all jenen, die zur Lebensqualität in der Stadt Neumarkt beitragen: den Stadtwerken, dem Bauhof und dem „Gartenamt“.

Interessant ist dabei was er bei dieser Aufzählung weggelassen hat. Das Publikum hat es genau verstanden und begeistert applaudiert.

Georg Schmid (CSU)

Der Fraktionsvorsitzende Georg Schmid ging seine Rede da weit vorsichtiger an. Schmid sieht die Politik in Neumarkt auf „einem guten, soliden Fundament“ und hat den Eindruck, dass wir uns manchmal „zu stark auf einzelne Probleme konzentrieren“.

Er fordert „Respekt vor dem Anderen“ ein, stellt dabei die Frage „Wo ist die Grenze meiner Freiheit“ und fordert damit eine neue Wertedebatte für dieses Land.

Er findet man soll „in der Politik den Leuten sagen, auf was es ankommt und nicht drum rum reden“. „Eine Partei muss ehrlich und wahrhaftig sagen, wohin der Weg führt.“

„In der Politik ist alles möglich, auch das Gegenteil“ war einer seiner Lieblingssprüche für diesen Abend.

Schmid, selber Vater von zwei Söhnen mit 23 und 26 Jahren, fordert von den Mügern mehr Mitverantwortung ein. „Wir müssen schon ein bischen mehr leisten, um uns das zu leisten, was wir uns momentan leisten.“

Thomas Thumann (UPW)

Thumann bedankte sich (in seiner sehr kurzen Rede) bei allen, die ehrenamtlich aktiv sind und will versuchen „das Beste für die Stadt und den Landkreis zu erreichen.“

„Politik ist keine kurzfristige Angelegenheit und bedeutet Entscheidungen zu treffen sowie steinige Wege bis zum Ziel zu gehen.“ Denn „wir alle sind Neumarkt“.

Ferdinand Ernst (CSU)

Ferdinand Ernst hat in seiner Rede die Familien in den Mittelpunkt gerückt. „Familien brauchen Wohn- und Lebensraum“ und “ „damit auf Zukunft setzen“.

Weiter ging es mit dem Ganzjahresbad – „die Bevölkerung will es und wir wollen es auch“. Dazu gehört seiner Meinung nach auch eine Stadthalle.

„Kein Mensch will eine Straße durch das Lengenbachtal“ macht er seine Stellung zu diesem Thema deutlich. „Niemand in der CSU will eine Straße durch das Lengenbachtal“.

Als nächstes Stichwort hatte er „Alt hilft Jung“ und forderte noch mehr Vernetzung von Jung und Alt zur Förderung der Toleranz.

Umtrunk im Reitstadel Foyer

Nach dem offiziellen Teil ging es ins Foyer des Reitstadels wo es einen kleinen (nicht kostenlosen) Umtrunk gab. Die ganz harten (also ich mit) sind dann noch rüber ins Parkcafe.

Dort trafen wir dann noch auf eine Gruppe feiernder Fussballer, welche sich schön mit den CSU-lern gemischt hat. Übrigens hat es die Raucher überhaupt nicht gestöhrt, dass wir uns draussen unterhalten mussten. Immerhin stellten sich so die Diskussionsgruppen draussen in regelmässigen Raucher-Abständen immer neu zusammen. So viel Abwechslung bekommt man an einem einzelnen Tisch innen nicht. Zumindest ich bin um halb zwei gegangen, aber das Licht konnte ich da allerdings noch nicht ausmachen.

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