Zeitbombe tickt in Deutschland
Der Staat Deutschland gibt Bürgschaften aus.
Soweit nichts ungewöhnliches.
Bis zum Herbst 2008 stand der Staat für 360 Milliarden Euro “gut”. Im Moment sind es knappe 870 Milliarden Euro!
Der Teufel versteckt sich hier im Detail:
in dem Fall steckt er in den Rücklagen für den Ausfall-Fall – die sind nämlich praktisch nicht vorhanden!
Bereits Ende Februar war der gesamte Bürgschaftsrahmen fast zur Hälfte ausgeschöpft (ja, es würde NOCH mehr gehen!). Als Ausfallrisiko wurden die meisten Staatsbürgschaften mit 3 bis 5% eingestuft.
Allein für die Banken wurden über den Soffin (Sonderfonds Finanzmarkstabilisierung) Bürgschaften von 400 Milliarden Euro bereitgestellt. Der Bund kalkuliert mit Ausfällen von “nur” bis 20 Milliarden Euro.
Aber:
Nicht mal dieser Betrag wurde als “Ausgabenposten” im Haushaltsplan eingestellt. Vom Parlament wurde lediglich genehmigt dass die Regierung im Ernstfall 20 Milliarden Euro KREDIT aufnehmen darf!
Immerhin:
Otto Fricke (FDP), seines Zeichens Vorsitzender im Haushaltsausschuss, hegt bereits die Befürchtung, dass “dieser Ernstfall tatsächlich eintritt”!
Der Garantierahmen für den “Nicht-Banken-Sektor” umfasst gerade knappe 470 Milliarden Euro. Wieviel davon im Ernstfall fällig werden kann nicht genau abgeschätzt werden. Immerhin gehen die Glaskugelwahrsager Haushaltsspezialisten davon aus, dass 15 bis 20% der Kredite “faul” werden könnten.
Zusammengenommen ergeben die 20 Milliarden aus dem “Nicht-Banken-Sektor” mit den nicht zurückgelegten 20 Milliarden aus dem Soffin gesamt 40 Milliarden Schulden unserer Bundesregierung.
Vorsichtige Schätzung!
Wieviele Unternehmen in 2009 noch in die Krise driften kann gar nicht ausgemalt werden, immerhin reden wir von gesamt 870 Milliarden Euro, also fast 3 Mal unser Bundeshaushalt!
Die Deutsche Bank ist mit Ihren Bilanzierungs-Tricks nicht das einzige Groß-Unternehmen das seine “Faulen Eier” aufwendig versteckt.
Auch Finanzminister Steinbrück scheint sich von den Banken inzwischen abgeschaut zu haben, wie man “Risiken aus der regulären Bilanz auslagert” – wie es so schön neudeutsch klingt.
In Wirklichkeit bescheißen alle wo es geht.
Aber wen wunderts?
Statt dass die Regierung endlich die Augen aufmacht und sich fragt WARUM jeder in Deutschland neben seiner Hauptbeschäftigung noch nen Nebenjob am Wochenende macht um überleben zu können oder aufwacht wenn ein regulär arbeitender Mann seine Frau mit kleinem Kind nicht mehr ernähren kann.
Nö, was machen die Politiker?
Stellen 1.000 oder noch mehr neue Beamte ein, um die Bevölkerung bei Schwarzarbeit besser zu überwachen.
Warum zockt uns Bürger der Staat so ab?
Schauen wir uns doch mal einfach an was er Staat einsteckt:
Der Arbeitgeber zahlt schließlich noch etwa 1/3 mehr Lohn, als Brutto auf dem Zettel steht.
Nehmen wir als Beispiel doch mal einen Job mit 1.500 Euro Bruttolohn:
bei 1.500 Euro brutto zahlt das Unternehmen real etwa 2.000 Euro für die 40-Stunden-Woche.
Was kommt beim Arbeitnehmer an?
Im günstigen Fall 1.000 Euro netto.
Also die Hälfte von der Zahlung steckt der Staat weg.
Halten wir uns mal nicht mit Kleingefiesel auf, wieviel für was weggeht:
Fakt ist:
beim Arbeitnehmer (= Konsumenten) kommt es jedenfalls nicht an.
Die Oberfrechheit in Deutschland:
Mit dem versteuerten Einkommen zahlen wir nochmal 19% bzw. 7% MEHRWERTSTEUER auf ALLES was wir KAUFEN! Und da reden wir noch nicht mal von den Steuern auf Sprit.
Mann,
früher die Könige waren net so gierig!
Die haben sich mit einem “Zehent” begnügt.
Der Rest hat einem gehört.
Zurück zum Thema:
Was macht der Staat mit unserem Geld?
Erleben wir in 2009 dass die Bürgschafts-Zeitbombe explodiert?


Es gibt bisher einen Kommentar zum Artikel:
mher
Naja, der “Zehent” der früheren Zeiten war auch nicht 10%, sondern wurde auch eher so berechnet: “Wir lassen dir gerade genug zum überleben, vielleicht auch ein bisschen weniger, denn du hast ja sicherlich uns noch was unterschlagen”…