Was macht glücklich?
„Das Wirtschaftswachstum ist nicht der Schlüssel zum Glück“ sagt Prof. Dr. Karlheinz Ruckriegel von der Ohm-Hochschule Nürnberg und ist sich dabei sicher.

Erkenntnisse der Glücksforschung
- Wie werde ich glücklich?
- Was macht eine glückliche Beziehung aus?
- Warum ist man nicht glücklicher, wenn man nichts arbeitet?
Solche Fragen beantwortet die Glücksforschung.
In seinem Vortrag zum Thema Erkenntnisse der Glücksforschung – Zur Notwendigkeit eines Kurswechsels konnte man viel zum Thema Glück erfahren und hier die wichtigsten Erkenntnisse:
Wie führe ich eine dauerhaft glückliche Beziehung?
Die wichtigsten Erkenntnisse der Glücksforschung was eine dauerhaft glückliche Beziehung ausmacht:
- Zuhören mit voller Aufmerksamkeit
- Austauschen von Gefühlen (Tageserlebnissen)
- Großzügigkeit bei Zeit und Geld
- Körperkontakt
- Denken und Handeln im „Wir-Gefühl“ (nicht im „Ich-Gefühl“)
- gegenseitige Akzeptanz / Träume des anderen wirklich respektieren (gleiche Augenhöhe)
- positive Illusionen (man sieht die Charakterzüge des Partners in einem dauerhaft glanzvollen Licht)
- Aufregung im Alltag (Ausbrechen aus der Routine des Alltags und immer wieder Neues / Spannendes / Aufregendes unternehmen)
Wie wird man glücklich?
Glück im Zusammenhang mit Wirtschaft und Arbeit
Nach den neuesten Erkenntnissen der „Glücksforschung“ weiß man, daß reiche Nationen wenn sie noch reicher werden, nicht unbedingt glücklicher werden.
Politik, Gesellschaft und die mediale Berichterstattung sind bisher in erster Linie auf quantitatives Wachstum orientiert.
Das politische Ziel „wirtschaftliches Wachstum“ ist jedoch verfehlt, denn Menschen würden lieber arbeiten, weil Arbeiten ihnen Spaß macht und nicht weil sie arbeiten „müssen“.
Weiterhin ist die Meinung verbreitet, dass es uns wirtschaftlich besser geht, wenn etwas „wächst“.
„Es geht nicht darum nur etwas zu machen, damit wir etwas machen. Wir machen etwas, weil es uns Spaß macht.“ erklärt Dr. Ruckriegel und weiter: Glück ist schön, macht aber viel Arbeit und man wird nicht glücklich wenn man wochenlang nichts macht.
Was macht glücklich?
Die Punkte, die laut der Glücksforschung glücklich machen sind:
- Aktivität
- Sozial leben
- Konzentration (Leben im „Hier und Jetzt“)
- Real-Erwartungen (weder Über- noch Unterforderung)
- Gute Gedanken
- Gelassener mit dem Unglück umgehen (Chancen sehen)
- Freude an der Arbeit.
Was macht neben Arbeit noch glücklich?
Weiter geht die Glücksforschung bei der Frage:
Was gibt dem Leben außerhalb der Arbeit Sinn?
Die Erkenntnisse daraus sind einfach:
- Familie
- Gesundheit
- Freunde
Ganz wichtig dabei sei der Erfolgsfaktor „Partnerschaft“, da der Mensch auf Sozialkontakte angewiesen sei um eine glückliche Existenz führen zu können.
Die einfache Lösung:
Ein intaktes Sozialleben bringt eine hohe psychische ‚Dividende’ an Glück und Zufriedenheit.
Warum ist Glück den Menschen so wichtig?
Aber warum ist uns Glück und Zufriedenheit so wichtig?
Aristoteles sagte „Glück ist das letzte Ziel menschlichen Handelns“ und meinte damit, dass das Streben nach Glück im Leben ein erstrebenswertes Ziel sei.
Was sagen die Ökonomen zur Glücksforschung?
Was sagen die Ökonomen dazu?
„Um erfolgreich im Geschäft zu sein, muß man gute Beziehungen zu Menschen haben“ so Karlheinz Ruckriegel.
Was müssen Unternehmen tun?
Die Schaffung von familienfreundlichen Rahmenbedingungen ist ein wichtiger Punkt für Glück bei der Arbeit.
Der Job darf keine lästige Pflicht zum Geld verdienen sein, sondern die Tätigkeit soll eine Herausforderung sein, damit man voll in seiner Arbeit aufgehen kann.
Flow
Die Arbeit soll im “Flow” sein = keine Über- oder Unterforderung sein.
Wichtig für glückliche Arbeiter sind nach Umfragen auch folgende Punkte:
- Qualität und Verläßlichkeit der Produkte
- Umweltverträglichkeit
- Ausbildungsbemühungen
Denn man sollte nicht „Wasser predigen und Wein trinken“, sondern bedenken Das Maß der Dinge ist der Mensch und darum Liebe und tue was du willst, so Prof. Dr. Karlheinz Ruckriegel zum Abschluß der Erkenntnisse aus der Glücksforschung.


Es gibt bisher einen Kommentar zum Artikel:
müller caroline
die ergebnisse der glücksforschung klingen überzeugend. aber geht an der heutigen realität vorbei – 1.menschen arbeiten um zu überleben (kassiererin ect.), sehr viel an zeit und wenig an einkommen. sie z.b kann sich den luxus nicht leisten, weniger zu arbeiten um mehr zeit für soziale kontakte zu pflegen.2.viele menschen gehen einer arbeit nach, die ihnen keine freude bringt. angenommen sie würden dann wechseln (können),müsste es wieder andere menschen geben die z.b. toiletten putzen, am fliessband stehen ect. und wie soll solche arbeit, die aber auch getan werden muss (es sei dem unser ganzes wirtschaftssystem würde sich grundlegend ändern) spass machen? 3.richtig, mehr an konsum macht nicht glücklicher – viel geld kombiniert mit viel zeit würde aber dem menschen eine freiheit ermöglichen sich zu bilden,zu lernen,sich ehrenamtlich zu betätigen für eine in ihren augen wirklich sinnvolle tätigkeit, zu forschen, zu reisen, ein musikinstrument zu lernen ect, ect. es stimmt, mehr einkommen bedeutet in der regel wenig zeit für irgend etwas anderes ausser arbeit und macht somit nicht glücklicher. dann darf man aber bei der präsentation der ergebnisse der glücksforschung richtigerweise nicht nur den faktor “einkommen” nennen, sondern muss ihn mit dem faktor zeit kombinieren. es gibt menschen welche die von mir o.g.dinge durch erbschaft/lottogewinn erreichen können – sie müsste man über ihr glücksgefühl befragen. 4. sorgen sind nicht gut für das glücksempfinden, die angst mit einem normalen ( z.b.einzelhandels)- einkommen (mit dem man in der gegenwart überleben kann), das eigene alter nicht ausreichend sichern zu können. also ein hohes einkommen schafft in diese hinsicht beruhigung und sicherheit bezüglich der eigenen zukunft (weil man privat genug zurück legen kann) was wiederum das wohlbefinden/glücksempfinden in der gegenwart erhöht.