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Trinkwasserversorgung Stadt Neumarkt

„Wir haben einen Meilenstein für die Trinkwasserversorgung unserer Stadt erreicht“

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Bild v. li.: Werkleiter Laber-Naab-Gruppe Franz Herrler, 2. Vorsitzender Bürgermeister Bernhard Graf, Oberbürgermeister Thomas Thumann

„Wir haben einen Meilenstein für die Trinkwasserversorgung unserer Stadt erreicht“, stellte Oberbürgermeister Thomas Thumann zufrieden nach der Sitzung des Stadtrates fest. Das Gremium hatte mit sehr großer Mehrheit dem Wasserlieferungsvertrag mit dem Wasserzweckverband Laber-Naab-Gruppe zugestimmt.

Auf der Vertragsbasis erhält die Stadt in den nächsten 50 Jahren jährlich 1 Million Kubikmeter Wasser vom Zweckverband: „Nachdem in Neumarkt seit über 20 Jahren die Bemühungen laufen, dass wir ein zweites Standbein für unsere Trinkwasserversorgung erhalten, freut es mich besonders, dass es nun in relativ kurzer Zeit zu einer Lösung gekommen ist.“

Oberbürgermeister Thumann spielte damit auf die Tatsache an, dass die Bemühungen schon in die 80er Jahre des letzten Jahrhunderts zurückreichen. Nachdem der Wasserrechtsbescheid für die Entnahme aus dem Hallerbrunnen 2007 erfolgt sei, habe es viele Verhandlungen mit dem Markt Lauterhofen und der Pettenhofener Gruppe für eine Zusammenarbeit gegeben. Diese seien aber in die Länge gezogen und mit ständig neuen Forderungen überzogen worden. Inzwischen sei man bei der 13. Vertragsvariante angekommen und noch sei kein Ende dort abzusehen.

Umso erfreulicher sei es, dass sich im letzten Jahr die Möglichkeit mit der Laber-Naab-Gruppe aufgetan habe. Er habe zusammen mit Stadtwerkedirektor Tylla gute Gespräche geführt und die Basis für die Zusammenarbeit ausgelotet. Auch eine Infofahrt der Stadträte im Oktober 2010 habe dazu gedient, die Kontakte zu vertiefen. Mit der Wasserlieferung der Laber-Naab-Gruppe erhält die Stadt Neumarkt neben dem bisherigen Gewinnungsgebiet Miss ein zweites Standbein, das schon seit Jahrzehnten vom Wasserwirtschaftsamt für eine Stadt der Größe Neumarkt gefordert wird.

Nachdem auch die Verbandsversammlung der Laber-Naab-Gruppe diesem Vertrag bereits zugestimmt hat, steht einer Belieferung nach Neumarkt nichts mehr im Wege. Die Stadtwerke werden dazu den Wasserzweckverband einen einmaligen Baukostenzuschuss ausreichen, der preismindernd auf 50 Jahre wirkt.

Die Laber-Naab-Gruppe wird für die Belieferung eine Transportleitung vom Hochbehälter Hohenlohe bis in die Nähe von Eichhofen erstellen. Die Stadtwerke selber werden dann den Übergabeschacht in der Nähe von Eichhofen errichten und eine Transportleitung von dort bis zur Aufbereitung in der Miss erstellen. Die Leitungslänge wird rund 20 Kilometer betragen, die Kosten der Stadtwerke für die Errichtung des Übergabeschachts und der Leitungen werden auf 7,5 bis 8,5 Millionen Euro geschätzt.

Mit dem Abschluss des Vertrages mit der Laber-Naab-Gruppe, deren Vertreter, Zweiter Verbandsvorsitzender Bernhard Graf und Werkleiter Franz Herrler bei der Stadtratsitzung mit anwesend waren, wurde in der Stadt Neumarkt ein eminent wichtiges Projekt auf den Weg gebracht. „Wir haben damit Zukunftssicherheit geschaffen, die weit über eine Generation hinausgeht“, ist Oberbürgermeister Thumann sicher. Für 50 Jahre sei damit eine Wasserlieferung in Höhe von einer Million Kubikmeter gesichert. Für ihn stelle der Abschluss des Vertrages einen der ganz großen Höhepunkte in der Geschichte der Trinkwasserversorgung der Stadt dar. Die Stadt rechnet damit, dass im nächsten Jahr die Fertigstellung der Leitungen und damit der Anschluss an die Laber-Naab-Gruppe bewerkstelligt sind.

Pressmitteilung der Stadt Neumarkt vom 4. April 2011

Foto: Stadt Neumarkt

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