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Sparplan für Nürnberg

Externe Berater des Unternehmes Rödl & Partner in Nürnberg haben im Auftrag der Stadt Nürnberg die städtischen Dienststellen und ihre Kosten untersucht.

Als Ergebnis berichten die Experten, könnte die Stadt Nürnberg bis 2013 14,6 Millionen Euro sparen. Nach anhaltender Kritik um die Maßnahmen, wurde die Summe nun auf 10,9 Millionen Euro reduziert.

Stadt Nürnberg

Sparmaßnahmen für Stadt Nürnberg

Mit 36 Einzel-Maßnahmen soll der Sparplan für Nürnberg Kosten reduzieren:

  • höhere Eintrittsgelder für den ermäßigten Besuch der städtischen Museen und einen Aufschlag auf die Tageskarte
  • weniger Hausmeister und Sekretärinnen an Schulen
  • die Gebührenberechnung für Kanal, Müll und Straßenreinigung soll besser auf die Abgaben (der Bürger) umgelegt werden
  • mehr Berufspraktikantinnen an Kindertagesstätten
  • bessere Kontrolle bei der Übernahme von Unterkunftskosten bei Bedarfsgemeinschaften und Hartz IV-Empfängern
  • intensivere Berechnung bei Gewerbesteuer von Firmen mit mehreren Betriebsstätten
  • Kinder häufiger in Pflegefamilien statt in Heime vermitteln
  • Grünanlagen können auch günstiger angelegt werden

Nach drei Monaten Prüfung durch die externen Berater ist das ein ernüchterndes Ergebnis.

Erste Proteste gegen Sparplan in Nürnberg

Gerade vor der Wahl wurde vor sozialen Einschnitten intensiv gewarnt. Die Sparliste der Stadt Nürnberg zeigt nun auf, dass genau bei den sozial schwachen Bereichen wie Schulen, Kindertagesstätten und Hartz IV-Empfängern gespart werden soll.

Werden wir bald in Schulen keine Sekretärinnen mehr haben, die telefonische Krankmeldungen der Eltern entgegen nehmen können? Und schneidet sich die Stadt nicht in das eigene Fleisch, wenn weniger Hausmeister vorhanden sind und deshalb teuere Dienstleister für einfache Reparaturarbeiten bestellt werden müssen?

Sicherlich würde das Jugendamt jedes Kind sowieso lieber in eine Pflegefamilie als in ein Heim vermitteln. Aber es sind nicht genug Pflegefamilien für Aufnahme von Kindern vorhanden. Und auch ein Sparplan wird keine neue Heimat für ein Kind schaffen können, schon eher größere finanzielle Hilfen für solche Familien. Aber das passt in keinen Sparplan.

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