Schutz für Kinder vor Gewalt in Filmen
Gestern war ich im Kino in “Der goldene Kompass”. Abgesehen davon, dass das wirklich ein klasse Film ist, hat mich die Altersfreigabe für diesen Film ziemlich erschrocken. Laut Jugendschutzgesetz ist der Film freigegeben ab 12 Jahren. Damit sollen Kinder und Jugendliche vor bestimmten Filmszenen geschützt werden. In dem Schaufenster klebte jedoch auf dem Poster eine Meldung: “Freigegeben für Kinder ab 6 Jahren in Begleitung eines Elternteils”.
Eine Gruppe von Prüfern entscheidet über die Altersfreigabe von Filmen. Diese Instanz nennt sich “Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft”und ihr wird jeder Kinofilm vorgespielt der ausgestrahlt werden soll. Die Prüfer sollen mit Ihrer Erfahrung Kinder vor Gewaltszenen schützen, die sie noch nicht verkraften können und dürfen nicht in der Filmbranche arbeiten.
Die sogenannte FSK unterteilt die Filme dann in Altersklassen:
- ohne Altersbeschränkung
- freigegeben ab 6 Jahren
- freigegeban ab 12 Jahren
- freigegeben ab 16 Jahren
- und im gewaltätigen Fall ohne Jugendfreigabe.
In Ausnahmefällen kann dieses Gremium einem Film die Vorführung in deutschen Kinos auch vollständig verbieten. Was ich bisher auch nicht wusste:
Kinofilme, die ab 12 Jahren freigegeben sind, können seit dem 1. April 2003 von Kindern ab 6 Jahren angesehen werden, wenn sie von einem Elternteil begleitet werden. Diese neue Regelung kommt aus Amerika.
Für mich ist das vollkommen unverständlich. Ist denn nun der Film für Kinder ab 6 Jahren oder ab 12 Jahren freigegeben? Wenn ein Erziehungsberechtigter dabei ist, heisst das meiner Meinung nach noch lange nicht dass die Kinder danach keinen Albtraum von kämpfenden Eisbären und fliegenden Hexen haben!
Wie oft schätzen die Menschen vom FSK die Filme richtig ein? Was sind Ihre Erfahrungen?

