Präzedenzfall: Patente auf Pflanzen und Tiere

Das Europäische Patentamt in München hat vor 2 Jahren ein Patent auf Brokkoli angenommen, bei welchem natürliche Bestandteile verändert waren um den Schutz vor Krebs zu erhöhen. Der US-Saatgutkonzern Monsanto erwarb das Nutzungsrecht und brachte damit den “Naturell-better” Brokkoli auf den Markt – mit einer saftigen Preiserhöhung – in USA und England.

Das europäische Parlament hatte vor genau so einem Präzedenzfall gewarnt und fordert nun die Komission auf, dafür zu sorgen daß biologisch veränderte Nahrungsmittel, Nutzpflanzen und Tiere nicht mehr geschützt werden können. Denn dadurch ist die Zuchtfreiheit in Gefahr und der Zugang zu den genetischen Ressoucen könnte durch solche “Hintertürchen” bald auf wenige Konzerne wie zB. Monsanto beschränkt werden.

Rund 2.000 Anträge auf ein Patent für Nutzpflanzen wie Tomanten, Gerste oder Gurke liegen inzwischen vor, 1.200 Anträge für ein Monopol auf veränderte Tierarten. 80 Patentanträge wurden inzwischen akzeptiert.

Für strengere Gesetze sind z.B. die beiden CDU-Abgeordneten Martin Kastler und Peter Liese, aber auch Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner von der CSU.

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