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Politik-Skandale in Frankreich

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy hat große Probleme mit peinlichen Politik-Skandalen seiner Minister und steckt sogar selbst bis zum Hals mit drin. Unter dem Namen Sarko-Gate steht seine Aussage gegen die Aussage einer Buchhalterin, die eben aussagt, dass Sarkozy selbst Schwarzgeld angenommen hat.

Sarko-Gate

Die Buchhalterin heißt Claire T. und war von 1995 bis 2008 Mitarbeiterin bei der L’Oreal-Erbin und Mulit-Milliardärin Liliane Bettencourt. Sie hat Buch darüber geführt wie die französischen Politiker (besonders vor den Wahlen) Umschläge mit Beträgen von 10.000 bis hin zu 200.000 Euro Schwarzgeld entgegen genommen haben. Besonders “fleißig” kamen angeblich die Politiker der Republikaner.

Im Frühjahr 2007 sollen dem für Sarkoyzs Wahlkampf zuständigen Mann – Eric Woerth – (damals war Sarkozy noch Bürgermeister im noblen Pariser Vororts Neuilly-sur-Seine) 150.000 Euro übergeben worden sein. Und genau der Eric Woerth hat nach der gewonnenen Wahl von Sarkozy einen Posten als Budgetminister und Schatzmeister bekommen. Bis zu seinem Wechsel zum Arbeitsminister wurde eine Steuerprüfung bei der spendablen Mulit-Milliardärin Bettencourt “verhindert“, weshalb diese einen Teil ihres Vermögens am französischen Fiskus vorbei ins Ausland schaffen konnte.

Eric Woerth weiß angeblich von nichts

Heimliche Tonbandaufnahmen belasten Eric Woerth schwer und ziehen auch die Schlinge um den Hals von Nicolas Sarkozy enger, denn sie decken jetzt die guten Kontakte auf.

Eric Woerth behauptet nun selbst leider überhaupt nichts von dem Steuerbetrug der Milliardärin mitbekommen zu haben.

Pikantes Detail:

Seine FRAU hat für die Vermögensverwaltung genau dieser Familie gearbeitet.

Vieles peinlich – Köpfe müssen rollen

Das ist nicht alles an Skandalen, was die Politiker in Frankreich gerade zu bieten haben:

  • Christian Blanc – als Staatssekretär zuständig für das Stadtbauprojekt “Grand Paris” – kaufte von Steuerzahler-Geldern kubanische Edelzigarren für 12.000 Euro – ist noch das harmloseste
  • Alain Joyandet – Staatssekretär für Entwicklungszusammenarbeit – hatte für 116.500 Euro einen Privatjet genommen um zu einer Konferenz zu fliegen und – damit noch nicht genug – hat versucht mit einer illegal beschafften Ausnahmegenehmigung seine Villa an der Cote d’Azur auszubauen
  • Christian Estrosi und Fadela Amara – auch Staatssekretäre – haben Verwandte in ihren Dienstwohnungen einquartiert

Darum müssen jetzt “Köpfe rollen”:

    Sündenbock-Image bei Entlassungen

    Eric Woerth ist ein wichtiger Mann für Präsident Sarkozy: mit ihm zusammen arbeitet er an der ungeliebten Rentenreform – gerade der soll also trotz der Steuerbetrugs-Affäre im Amt bleiben.

    Einen bitteren Beigeschmack haben deshalb die Entlassungen von den Staatssekretären Christian Blanc (Zigarren-Affäre) und Alain Joyandet (Privatjet und Villa-Ausbau-Genehmigung) – die anderen dürfen erstmal alle bleiben.

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