ÖL Apokalypse

Wer jetzt denkt die Überschrift wäre übertrieben:

wir haben die ÖL-Apokalypse – die größte Ölkatastrophe der Welt!

Und das schlimmste: sie läuft noch – wir haben Tag 38!

Allein 16 Tage brauchte der Ölteppich nach der Explosion der Ölplattform “Deepwater Horizon”, bis er ans Ufer gelangte und damit auch endlich ins Blickfeld der amerikanischen Bevölkerung.

Größte Ölkatastrophe der Welt

bp ölleck

Immer wieder hat BP die Menge des austretenden Öls nach oben korrigiert – man kann dem Konzern kein Wort glauben.

bp roboter arbeiten

Einen riesigen Deckel über das Ölleck zu platzieren, schlug genauso fehl wie die Versuche das Leck in über 1.600 Metern Tiefe mittels Robotern zu schließen.

BP will den sichtbaren Schaden an den Küste minimieren und nimmt dadurch in Kauf dem Ökosystem auf See noch schwerer zu schaden.

Aktuell sind 3 Lecks bekannt:

Mit Gift gegen Gift – Corexit 9500

In dem Video sieht man gut, wie riesig die Verteilung des Öls ist und wie schwierig die Einsetzung des umstrittenen Mittels Corexit tatsächlich ist:

BP weigert sich weiter einer Anordnung der Umwelbehörder der USA – der EPA – zu folgen und die umstrittene Chemikalie Corexit 9500 nicht mehr zu verwenden.

BP im Aufsichtsrat von Corexit-Prodzuenten – Aktienkurs schoss um 10% hoch

“Die beiden Corexit-Präparate hätten aus BP-Sicht einen Vorteil”, verteidigte sich BP-Manager Dudley. Sein Konzern habe große Mengen davon eingelagert und habe sie deshalb sofort gegen die Ölpest einsetzen können.

Die Corexit-Vorliebe des von BP ist kein Zufall: BP sitzt im Aufsichtsrat des Corexit-Produzenten Nalco. Gleich zu Beginn der Ölpest kaufte BP dessen Corexit-Gesamtbestand auf. Nalcos Aktienkurs schoss mittlerweile um zehn Prozent in die Höhe.

Die Männer, die rund um das Leck arbeiten, klagen bereits über die ersten Krankheitszeichen. Wie geht es wohl unter Wasser den Tieren? Denn das Corexit greift hauptsächlich die Haut an und verursacht enorme Reizungen. Die ganze Unterwasserwelt wird verseucht und Fisch mit Sicherheit lange Zeit sterben oder zumindest giftig bleiben:

corexit 9500

Daten über Corexit 9500 als pdf verfügbar

Es besteht die Gefahr, dass Fische, Korallen, Krabben, Austern und andere Seetiere von den Chemikalien angegriffen würden. Das OSB weigerte sich, den Einsatz der Gifte “guten Gewissens” abzusegnen: Es gebe “zu wenig Informationen” über die Wirkung.

Schreibt der Spiegel, und weiter:

Zwei Jahre später kamen israelische Forscher zu ähnlichen Schlüssen: Die Gifte richteten unter Wasser “bedeutenden Schaden” an. In Großbritannien ist Corexit seit zehn Jahren sogar verboten. Hier galt die Besorgnis vor allem den Lebewesen an Felsküsten, zu deren Reinigung Corexit auch eingesetzt wurde.

Schäden durch Corexit 9500

  • Hautkontakt: Reizung der Haut bei anhaltendem Kontakt
  • Aufnahme: sollte vermieden werden, kann Lungenentzündung hervorrufen wenn durch die Lungen aufgenommen
  • Einatmen: wiederholte oder andauernde Aufnahme reizt die Atemwege

Symptome der Aufnahme

  • Akut: die zur Verfügung stehenden Daten lassen keinen Aufschluß über Schäden durch die Aufnahme zu
  • Chronisch: wiederholte oder andauernde Aufnahme von dem Produkt schädigt und trocknet die Haut aus, führt zu leichten Schmerzen und Hautentzündung

Verschlechterung der bestehenden Umstände

  • Weiterer Hautkontakt verschlimmert die vorhandene Hautentzündung

Öl-Katastrophe spielt sich unter Wasser ab

Die Gefahr lauert im Dunkeln, viele hundert Meter tief:

Vor allem unter dem Wasser und am Meeresgrund entdeckten die Forscher riesige Wolken vom giftigen Ölschlamm: die Ölschwaden sollen bis zu 16 Kilometer lang und sechs Kilometer breit sein und hätten eine Höhe von rund 100 Meter.

Anfangs hieß es, aus den Lecks flössen täglich knapp 159.000 Liter Erdöl ins Meer, dann sind es plötzlich fast 800.000 Liter PRO TAG!

Wieviel es wirklich ist, trauen sich auch Meeresforscher nicht genau zu bestimmt.

Doch BP verlässt sich bei seinen Angaben zur Größe des Ölteppichs weiter auf Messungen an der Meeresoberfläche.

Öl Apokalypse

Amerika und die ganze Katastrophe ist weit weg von uns?

Ja, vielleicht WEIT gefehlt, denn durch die Meeresströmungen wird sich dieses giftige chemische Gemisch und das Öl ziemlich schnell um die ganze Welt im Meer verteilen:

öl ausbreitung meeresströme

Foto: News-aus-Neumarkt über Bild von AP und Grundkarte CIA

BP verbietet das Filmen im Katastrophen-Gebiet

BP versucht weiterhin alles zu vertuschen und runterzuspielen. Aktuell lässt BP mit Unterstützung der Polizei keine Reporter mehr in das Katastrophen-Gebiet zum filmen:

Das Fisch- und Tiersterben hat schon begonnen:

Und über die Kampagne vom WWF kann sich jetzt jeder selbst seine Gedanken machen:

Wir haben nur diese EINE WELT!

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