
Die Stadt Neumarkt steht vor der Aufnahme in das Förderprogramm des Bundesumweltministeriums „Masterplan 100 % Klimaschutz“. Dies hat Oberbürgermeister Thomas Thumann zusammen mit Bürgermeisterin und Klimaschutzreferentin Ruth Dorner und Ralf Mützel vom Bürgerhaus der Presse vorgestellt.
Das Förderprogramm steht im Zusammenhang mit der nationalen Klimaschutzinitiative und beinhaltet eine Zusage von 80 Prozent Zuschuss für die insgesamt 400.000 förderfähigen Kosten.
Die Stadt Neumarkt würde damit 320.000 Euro erhalten.
„Wir haben zwar den Förderbescheid noch nicht offiziell erhalten, aber bereits in Vorankündigungen und in der Einladung zur „Kick-off Veranstaltung“ des Bundesministeriums sind wir bereits als Mitglieder des Förderprogramms aufgeführt“, stellt Oberbürgermeister Thumann die Zusammenhänge dar. Schon am nächsten Montag werden Oberbürgermeister Thumann, Bürgermeisterin Dorner und Ralf Mützel nach Berlin reisen und an der Auftaktveranstaltung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit teilnehmen. „Wir erwarten derzeit die Zusendung des offiziellen Förderbescheides. Auch hier zeigt sich einmal mehr, dass Neumarkt bundesweit einen guten Ruf in Sachen Nachhaltigkeit und Klimaschutz besitzt, auch unsere zahlreichen Auszeichnungen in diesem Bereich öffnen uns viele Türen.“ Zuletzt hatte die Stadt vergangene Woche den internationalen Preis „Climate Star 2012“ des Klimabündnis erhalten. Neben Leipzig bei den Städten über 100.000 Einwohnern ist Neumarkt die einzige deutsche Stadt, als Vertreterin der Städte unter 100.000 Einwohnern, die diese hochrangige Auszeichnung erhalten hat. „Und dies wohlgemerkt, ohne dass wir uns für diesen Preis angemeldet oder beworben hätten“, verdeutlicht Ralf Mützel. „Vielmehr ist es so, dass die Mitglieder des Klimabündnisses ganz genau schauen, welche Städte für eine Auszeichnung infrage kommen und sie haben Neumarkt ausgewählt.“
Mit der nunmehr bevorstehenden Aufnahme in das Förderprogramm „Masterplan 100 % Klimaschutz“ werden rund 20 Modellstädte in Deutschland gefördert. Neben Neumarkt sind dies unter anderem Frankfurt am Main, die Region und Stadt Hannover, Osnabrück, Rostock, Heidelberg, Flensburg oder Kempten. Zielsetzung ist eine Weichenstellung, damit bis spätestens 2050 eine Reduktion der Treibhausgasemissionen um 95 Prozent sowie die Senkung des Endenergiebedarfs um 50 Prozent erreicht werden, jeweils verglichen zum Basisjahr 1990. Die Stadt Neumarkt habe hier gute Vorleistungen erbracht, so Oberbürgermeister Thumann weiter. Schließlich habe 2007 sie einen Energienutzungsplan und einen Klimaschutzfahrplan erstellt. Nun gelte es Strategien für die Sektoren öffentliche Gebäude, Gewerbe und Handel, Dienstleistung, private Haushalte, Verkehr sowie Industrie zu erarbeiten. Ziel des Masterplans ist unter anderem die CO2 Bilanz fortzuschreiben, ein effizientes Klimaschutzmanagement zu installieren, Controlling zu ermöglichen und ausgewählte Klimaprojekte voranzubringen.
Bürgermeisterin Dorner war ebenso erfreut wie Oberbürgermeister Thumann und Ralf Mützel, dass die Stadt das zweistufige Auswahlverfahren für das Förderprogramm „Masterplan 100 % Klimaschutz“ absolviert hat. Sie wies vor allem darauf hin, dass dies ein sehr umfangreiches und detailliertes Antragsverfahren gewesen sei, bei dem ganz genau geprüft worden sei, wie viele und welche Vorarbeiten in den Kommunen jeweils schon vorhanden sind.
„Für den Förderzeitraum von vier Jahren wird uns diese Förderung gute Dienste leisten“, ist Oberbürgermeister Thumann überzeugt. Dies seien auch Investitionen in die Zukunft und es seien Investitionen, die sich auf lange Sicht auch im Wettbewerb der Kommunen auszahlen dürften. Nach seiner Ansicht spielt hier Neumarkt in einer sehr hohen Kategorie mit. In der Zukunft werde es auch darum gehen, Standortvorteile von Kommunen danach zu beurteilen, ob und wie gut sie sich in den Bereichen Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Energieeinsparung präsentieren. Denn auch dies werde künftig ein Element der Lebensqualität darstellen. Für Neumarkt sieht er gute Chancen, durch die Aufnahme in das Förderprogramm die Reduktion des Energieverbrauchs zu erreichen und die anspruchsvollen Ziele der CO2 Einsparung und des Endenergieverbrauchs zu erreichen. Nicht zuletzt dürfe man nicht vergessen, dass Neumarkt ganz sicher einen deutlichen Imagegewinn erhalte. Auszeichnungen wie der „Climate Star 2012“ und die Aufnahme als Modellstadt in dieses Förderprogramm des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit seien Merkmale, die sehr viele andere Kommunen nicht aufweisen können.
Foto: (v.l.) Oberbürgermeister Thomas Thumann, Bürgermeisterin Ruth Dorner, Ralf Mützel
Pressemitteilung Stadt Neumarkt vom 03.05.2012
