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Navi als Irreführer

Auf die Navigationsgeräte ist oft kein Verlass. Sie führen oft nur mittels Umwegen ans Ziel oder direkt in Staus.

Falk Navi

Navi leitet Fahrerin ins Nirgendwo

So landete am vergangenen Wochenende eine junge Fahrerin mitten in den Tiefen eines Amberger Waldstücks nur weil sie sich auf ihr Navi verließ:

“Ich weiß nicht mehr wo ich bin und stecke im Wald fest, dabei wollte ich nur von Amberg Richtung Hohenburg fahren” lautete der eingehende Notruf bei der Polizei in Amberg.

Per Telefon wurden anschließend die Koordinaten abgeglichen. Hierbei erhielten die Beamten den Standort der Fahrerin, der mit “Verbindungsweg zwischen Darsberg und Allershofen” betitelt wurde. Der daraufhin eingesetzte Streifenwagen der Polizei Amberg scheiterte jedoch bei der Hilfeleistung und meldete der Einsatzzentrale:  “Der Weg sei weder von Darsberg noch von Allershofen aus befahrbar”.

Die junge Autofahrerin hatte es jedoch “mittels Navi” geschafft, immerhin einen Kilometer weit in dieses Terrain vorzudringen. Hilfe kam dann schlussendlich von der Feuerwehr Mendorferbuch-Egelsheim. Ein Mitarbeiter dieser Feuerwehr konnte mit seinem privaten Allrad-Traktor in das Waldstück vordringen und die junge Fahrerin samt Wagen befreien.

ADAC bemängelt Navis

Auch der ADAC hält viele Navigationsgeräte für fehlerhaft und bemängelt:

Viele Navis sind zwar mit Stauwarnungen und Umleitungssystemen ausgestattet, reagieren jedoch bei den kleinsten Verkehrsbehinderungen mit unnützen Umleitungen und führen somit zu einem viel höhren Verkehrsaufkommen auf den empfohlenen Nebenstrecken.

Da diese ein weitaus niedrigeres Fassungsvermögen als die Hauptstrecken haben, entstehen hier unnötige Staus und Verkehrsbehinderungen was wiederum für die anliegenden Städte und Gemeinden zu einem unerträglichen Straßenlärm und Luftverschmutzung führt.

Weiterhin werden einzelne Fahrspursperrungen auf Autobahnen von Navis auch häufig als komplette Sperrung gedeutet.

Die Lösung aus Sicht des ADAC liegt in der Ausweitung des Stauerfassungssystems auf Bundes- und Landstraßen. Ebenfalls sollen Daten zu Stauursachen und Dauer von Verkehrsbehinderungen detaillierter erfasst werden, so dass ein unnötiges Ausweichen zukünftig vermieden werden kann.

Jeder sollte sich daher gut überlegen, ob er lieber nicht doch hin und wieder auf die gute alte Landkarte vertraut und eventuell ein bisschen mehr Zeit investiert, als am Ende mit Navi im Nirgendwo zu landen oder im Stau zu stehen, obwohl man eigentlich Verkehrsstaus umfahren wollte.

Auch ich selbst wurde schon Opfer der Navi-Wegefalle:

Bei einem Navi-Streckentest von Nürnberg nach Postbauer-Heng leitete mich das Gerät erst einmal komplett um Postbauer-Heng herum und erst anschließend zur gewünschten Zielstraße im Ort.

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