Japaner erklären Radioaktivität als Baby mit voller Windel
In einem Video das sich an die japanischen Kinder wenden soll, wird Radioaktivität sowie Maßnahmen als Baby “Nuclear Boy” erklärt:
Die radioaktiv verseuchten Arbeiter sind die Doktoren.
Oder ist es doch für die Erwachsenen Japaner?
Wie weit Angabe und Realität auseinander gehen:
Während die Situation in Videos und Berichten durch staatlich zensierte Nachrichtenvermittlung verharmlost wird, steigt die Gefahr für die Bevölkerung:
Das extrem verseuchte Wasser an Block 3 deutet darauf hin, dass die Katastrophe längst da ist: Vermutlich seien an Block 3 der Reaktorbehälter oder das Abklingbecken für abgebrannte Kernbrennstäbe beschädigt, berichtete der Betreiber Tepco. Auch die Atomaufsichtsbehörde NISA vermutete, dass das Wasser in dieser Anlage vom Kern des Reaktors kommt. Das könnte auf eine Kernschmelze hindeuten. Block 3 gilt wegen seines Plutonium-Gehalts als besonders gefährlich. Sollte tatsächlich der Reaktorkern betroffen sein, könnte die Radioaktivität in der Umgebung des Kraftwerks weiter deutlich ansteigen.
und weiter
Und es gibt eine neue Gefahr: Salz. Durch den tagelangen Einsatz von Meerwasser zur Kühlung der hochradioaktiven Brennstäbe lagerten sich in den Abklingbecken und den Reaktordruckbehältern große Mengen Salz ab. Verkrustungen könnten nun die zur Verhinderung einer vollständigen Kernschmelze dringend notwendige Ableitung von Wärme massiv behindern. Davor warnten sowohl die japanische Regierung, als auch deutsche und in den USA tätige Atomexperten. “Salz ist für uns eine große Sorge”, sagte auch der japanische Verteidigungsminister Toshimi Kitazawa dem Fernsehsender NHK.
Auch Richard Lahey, der ehemalige Reaktorsicherheitschef der US-Firma General Electric, nach deren Plänen die Reaktoren konstruiert worden waren, warnte vor der Gefahr durch Verkrustungen. Laut einem Bericht der “New York Times” schätzt der Experte, dass sich im Reaktorblock 1 etwa 26 Tonnen Salz befinden könnten. In den Blöcken 2 und 3 könnte es sogar fast doppelt soviel sein. Wegen der riesigen Mengen löst sich das Salz möglicherweise nicht mehr im Wasser auf, sondern setzt sich an Brennstäben ab oder bildet eine dickflüssige Masse. Auch könnten Bauteile, wie zum Druck ablassen wichtige Ventile, durch das Salz beschädigt oder verstopft sein.
Grund genug schreiend davonzulaufen, stattdessen soll gebetet und Ruhe bewahrt werden!
Quelle: Tagesschau Ausland, 25.03.2011


