Tipps gegen Langeweile
Der Alltag nimmt oft keine Rücksicht auf die Eltern.
Hier ein paar einfache Tipps wie man mit einfachen Mitteln viel erreichen kann:
Schlechten Tag haben “dürfen”
Zeigen Sie Ihren Kindern echte Gefühle.
Gerade Kinder erkennen intuitiv den Unterschied zwischen einem echten Gefühlsausdruck und einer aufgesetzten Variante.
Bevor Sie sich selbst quälen und versuchen “falsche” gute Laune vorzuspielen reden Sie lieber mit Ihrem Kind.
Jeder hat mal einen schlechten Tag und das kann man dann auch sagen.
Vielleicht fühlt sich ihr Kind dann auch besser und hat eine Erklärung wenn es sich selbst beim nächsten Mal schlecht fühlt: es hat halt “schlechte Laune” und auch mal “einen schlechten Tag”.
Langeweile will Aufmerksamkeit
Viele Kinder verhalten sich auffällig, wenn Sie sich langweilen.
Das Kind wird alles tun, was seine Langweile vertreibt, auch wenn wir Erwachsenen das dumm oder zerstörerisch finden.
Sie fangen an uns Erwachsene zu ärgern, stöhren uns beim kochen, raufen miteinander.
Damit wollen Sie nur Aufmerksamkeit erhalten, denn auch negative Aufmerksamkeit (weil wir ja sauer werden) findet ein Kind besser als gar keine Aufmerksamkeit, bzw. Langeweile.
Kann man etwas tun, das dem Kind mehr Anregung verschafft?
Kiste gegen Langeweile
Sie können die Freunde ihrer Kinder einladen, eine Kiste mit unterschiedlichen Dingen herrichten oder einfach etwas Zeit mit Ihrem Kind verbringen.
Schenken Sie Ihrem Kind Ihre uneingeschränkte positive Aufmerksamkeit, am besten in Verbindung mit Körperkontakt, um ihm das entspannte Gefühl von Sicherheit zu geben.
Ihr Kind fühlt sich dann nicht abgelehnt und ignoriert mit Sätzen wie “nachher habe ich Zeit für dich” oder “ich bin dann gleich fertig”.
Für jemanden ohne Kenntnis der UHR-Zeit sind Worte wie “nachher” und “gleich” einfach unverständlich.
Man kann mit dem Kind reden und sagen, dass man sich JETZT Zeit für es nimmt und zusammen spielt, aber dann nachher seine Sachen fertig machen muss und dafür das Kind dann ALLEINE spielen soll.
Glückliche Eltern
Überlastete Eltern erreichen irgendwann einen Punkt, an dem sie selbst nicht mehr fürsorgende und liebevolle Eltern sind.
Ein gutes Vorbild und damit gute Eltern kann man nur dann sein, wenn man selbst glücklich und gesund ist.
Wir Menschen funktionieren nicht nur mit Nahrung, wir brauchen auch Liebe, Anerkennung, Berührung und Gespräche.
Energiequelle
Wir sind eine Energiequelle für unsere Kinder und wenn diese versiegt, dann muss etwas passieren.
Wo steht IHRE Tankanzeige gerade, wenn Sie das lesen?
Es könnte sich lohnen sich kurz einmal zu überlegen wer im Bekanntenkreis ihr “Wiederauftanken” verhindert und wer es fördert.
Manchmal stellt man dann fest, dass “Freunde” einfach nur Energie “stehlen” und nichts zurückgeben.
Dann ist es an der Zeit neue Freunde zu suchen!
Manche Menschen, die für uns mal wichtig waren, können zu einer Quelle von negativer Energie werden.
Wenn Sie es wollen können Sie einen positiven Austausch mit anderen Menschen haben, Sie können die Art und Weise wie sie kommunizieren verändern.
Babysitter als Entlastung
Leisten Sie sich doch mal einen Babysitter.
Sprechen Sie mit Ihrem Partner über Urlaubspläne wenn er wieder gestresst aus dem Büro kommt und sie einfach keine Lust haben sich die negative Energie von seiner Arbeit übertragen zu lassen.
Versuchen Sie für Ihre Kinder so langweilig zu sein, dass sie sie für eine Weile lieber in Ruhe lassen.
Geben Sie Ihnen eine halbe Stunde echte Aufmerksamkeit am Tag statt zwei Stunden gequälter halber Aufmerksamkeit.
Lassen Sie Ihre Kinder überlegen was sie in dieser halben Stunde spielen wollen.
Kochen mit Kindern
Kochen Sie einmal in der Woche etwas das Ihnen schmeckt und nicht immer nur was den Kindern oder dem Partner schmeckt.
Zeit für sich selbst
Die Aufgabe der Eltern ist nicht ausschließlich die Kindererziehung.
Jeder hat auch noch ein eigenes Leben.
Wenn Sie sich um sich selbst kümmern, sind Sie glücklicher und bereit, mehr zu geben.
Sie geben dann aus freien Stücken und weil Sie die Kraft dazu haben.
Das Sorgen für sich selbst, für die Partnerschaft und für die Kinder gehört alles zusammen.
Sie sind nicht nur ein Kindermädchen oder Brötchengeber.
Legen Sie nicht zu hohe Maßstäbe an sich selbst und sagen Sie sich manchmal einfach “Unordnung ist schön”, legen Sie die Musik auf die ihnen gefällt und die Füsse hoch - TANKEN SIE ENERGIE!




