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Gewalt in Neumarkt

Die Gewalt in Neumarkt nimmt zu, erschreckend schnell und brutal.

Nicht erst seit kurzem ist die Gewalt in Neumarkt ein Thema.

Vor allem unter Jugendlichen ist ein starker und beängstigender Anstieg in 2008 und 2009 zu beobachten.

Jugendliche Schläger in Neumarkt

Wie die Neumarkter Nachrichten in der aktuellen Ausgabe berichten, ereigneten sich allein die letzten Tage folgende Vorfälle:

  • Zwei etwa 18 Jahre alte unbekannte Jugendliche haben in der Amberger Straße einer 43-jährigen Frau in den Magen geboxt. Als ich 47-jähriger Freund zu Hilfe eilte, wurde er ebenfalls angegriffen. Er kam mit Verletzungen im Gesicht und einer Wunde am Schienbein ins Krankenhaus, wo er sogar operiert werden musste.
  • Am Spielplatz im Ludwigshain, zwischen Sparkasse und Richtung Rosengasse, wurden zwei Männer im Alter von 27 und 29 Jahren von Jugendlichen erst angepöbelt und dann ins Gesicht geschlagen und verletzt. Angegriffen wurden Sie nach Aussagen von “2 bis 3 Jugendlichen”. Beide Männer mussten ins Klinkum Neumarkt gebracht werden.
  • Auf der Rocknacht in Köstlbach wurde ein Plastikbecher geworfen und traf einen 19-jährigen so unglücklich, dass ein Stück seines Schneidezahnes absplitterte.
  • Ein 16-jähriger Schüler wurde in einem Neumarkter Cafe von einem unbekannten etwa gleichaltrigen Jugendlichen mehrmals mit der Faust ins Gesicht geschlagen und verletzt. Der Schläger bedrohte sein Opfer noch mit den Worten “Ich bring dich um!”. Auch dieser Jugendliche musste im Klinikum Neumarkt behandelt werden.

Gewalt von Jugendlichen in Neumarkt nimmt zu

Es ist bestimmt kein “Schreckensszenario” das man hier an die Wand wirft, sondern die Realität.

Der Zeit- und Erfolgsdruck im Schulsystem, die Unzufriedenheit mit der Ausbildungssituation, die ständigen Richtungswechsel sowie teilweise Orientierungslosigkeit unserer Politik und Eltern die keine Zeit haben, machen es den Jugendlichen schwer.

Eltern haben keine Zeit für die Kinder

Auf der einen Seite sollen die Eltern für Ihre Kinder da sein, auf der anderen Seite können viele Familien es sich gar nicht leisten, dass das alte Rollenbild des arbeitenden Vaters und der Mutter als sorgenden Hausfrau noch aufrecht erhalten wird. Doppeltes Einkommen reicht oft gerade zum auskommen.

Solange der Statt mit seiner hohen Abgabenlast die kleinen und mittleren Haushalte in Schichtarbeit, Putzstellen am Abend, Samstagarbeit (Verkäuferinnen) und Nachtarbeit an Tankstellen zwingt, hat die Familiensituation für die Jugendlichen keine Möglichkeit zur Entspannung.

Vereinsarbeit wird kaum gefördert

Viele Vereine klagen nicht nur über Mitgliederschwund, sondern auch über die kaum mehr vorhandene staatliche Förderung.

Ohne Halt in Gruppen, offene Jugendarbeit und sinnvollen Zeiteinsatz “lungern” viele Jugendliche “Halbstarke” auf der Strasse herum und besorgen sich Alkohol.

Unter diesen Vorzeichen ist mit einer Besserung dieser Lage in Neumarkt kaum zu rechnen.

Neumarkt Nachts gefährlich

Unter der Hand wird gemunkelt, dass man sich in Neumarkt Nachts alleine besser nicht mehr auf den Weg von der Disco Berlin in die Disco Sudhaus aufmachen soll.

Dort würden aus den Hauseingängen auf einmal mehrere “Leute auftauchen”, die nicht nur pöbeln sondern auch angreifen. Viele junge Leute gehen deshalb nur noch in Gruppen nachts durch die Stadt.

Verharmlosung der Gewalt ist kein Mittel

Ob es sich nun tatsächlich um “Ausländer” handelt, mag dahingestellt sein.

Jedenfalls ist die Lage ernst und kann sicherlich nicht durch gehobene Polizeipräsenz, Security oder Verharmlosung gelöst werden.

Vielmehr sollten die Probleme der Jugendlichen ernst genommen werden.

Familien brauchen mehr Geld

Familien brauchen mehr Geld in der Tasche, dann können Sie auch am Wochenende etwas mit den Kindern unternehmen, statt Samstags bis 20 Uhr oder sogar noch Nachts und am Wochenende arbeiten zu müssen.

Wer soll einen 15- oder 16-jährigen überwachen, wenn er alleine zuhause ist und die Eltern arbeiten?

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Es gibt bisher einen Kommentar zum Artikel:

  1. Eva Gruber

    11. August 2009 at 14:37 | Permalink

    Meine Meinung dazu ist, dass die Securitys im Sudhaus Gewalt an Mädchen ausüben. Als ich letztesmal im Sudhaus war geschah nämlich folgendes. Ich (17 Jahre) kam so ca. um 23:00 Uhr ins Sudhaus, da wurde irgendwie auch nicht kontrolliert, was mich sehr gewundert hat. Dann so ca. gegen 00:15 Uhr wurde ich dermassen grob von einer Security durch die Menge an Leuten gezogen und geschubst. Er drückte mich gegen die Wand (auch sehr grob) und verlangte meinen Ausweis. Danach schreit er mich an “Verpiss dich!!” Draußen dann vorm Eingang wartete ich auf meine Freunde, da kommt er wieder und schreit mich an “Du sollst dich verpissen!”, dabei schubst er mich noch einmal von “seinem Gebiet”. Ironisch meinte ich dann, “Schlag mir doch gleich ein runter”, und tatsächlich batscht er mich eine ins Gesicht, nicht so stark, trotzdem er hat kein Recht dazu.

    Natürlich hätte ich um 0:00 Uhr raus gemüsst, aber wegen 15 Minuten so einen Aufstand zu machen. Dazu muss ich noch sagen ich bin nicht größer als 1.55 m und er packt so fest zu und schubst mich.

    Also ich muss schon sagen gegen die Securitys im Sudhaus muss mal was gemacht werden, weil so kann und dürfe sie nicht mit Mädchen umgehen.

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