Datenklau von Kreditkarten
Dass die Gefahr vor einem möglichen Datendiebstahl überall lauern kann, ist mittlerweile seit der großen Rückrufaktion von Kreditkarten Ende 2009 bis Anfang 2010 bekannt.

Datenklau bei Kreditkarten-Geheimnummern
Jetzt wurde ein US-Amerikaner zu 20 Jahren Haft verurteilt.
Der Grund: Er stahl zusammen mit zwei russischen Komplizen die Geheimnummern von mehr als 130 Millionen Kredit- und Lastschriftkarten.
Täter arbeitete vorher beim Geheimdienst
Das pikante für viele Menschen an dieser Story ist, dass der Mann zuvor beim Geheimdienst Secret Service gearbeitet hat.
Es war der wohl größte Kreditkartenbetrugsfall in der Geschichte der USA.
Ende März wurde dafür ein Mann mit kubanischen Wurzeln in Boston zu 20 Jahren Haft verurteilt. Dabei hatte die Staatsanwaltschaft sogar 25 Jahre gefordert. Im September 2009 gab der 28-jährige Albert Gonzalez zu, in die Computersysteme führender US-Online-Händler eingedrungen zu sein und mithilfe zweier russischer Komplizen die Geheimnummern von ungefähr 130 Millionen Kredit- und Lastschriftkarten gestohlen zu haben. Die beiden Komplizen sind bisher noch nicht identifiziert.
Neugier und Sucht führten zum Betrug
Als Begründung nennt der Angeklagte „Neugier und Sucht“. Diese führten ihn letztendlich zum Betrug. Die Richterin selbst bezeichnete seine Tat als größtes und teuerstes Beispiel für Computer-Hacking in der Geschichte der USA.
Aufgeflogen ist dieses „teuere Beispiel“ aufgrund einer Festnahme im September 2009. Bei der Durchsuchung fand man nämlich in einem Container eine Million Dollar, weiter besaß der Mann einen BMW sowie eine Eigentumswohnung und einen Diamantring – dadurch wurde die Polizei aufmerksam.
Dass Datenmissbrauch auch heute keine allzu großen Strafen nach sich zieht, ist vielen Menschen nicht bekannt.
So ist bisweilen auch bekannt, dass Albert Gonzalez bereits 2003 aufgrund eines Datendiebstahls vor Gericht stand. Danach durfte er aber dennoch für den US-Geheimdienst Secret Services arbeiten und zwar als Informant.
Ein Appell an die Justiz, solche Vergehen härter zu bestrafen, wäre demnach eine Maßnahme, die ins Auge gefasst werden sollte.

