City-Manager für Neumarkt
Eigentlich sind sich alle einig: es muss etwas passieren und das schnell. Neumarkt braucht in der Innenstadt mehr “Attraktivität für Kunden”.
Zusammenarbeit zwischen Stadt und Einzelhandel
Stadt und Einzelhandel wollen zusammenarbeiten, doch über den Weg sind sie sich nicht einig. Während die Werbegemeinschaft einfach in der Innenstadt ansetzen will, sieht die Stadt den Handlungsbedarf nicht nur darauf konzentriert. Vielmehr will die Stadt Neumarkt die Bereiche Handel, Wirtschaft und die Entwicklung der Stadt in das Thema mit einbinden.
Die Werbegemeinschaft Neumarkt mit Ihrer Vorsitzenden Karin Bögerl weist auf die Umsatzeinbußen hin, die der Einzelhandel zu verzeichnen hat. “Dabei wird oft vergessen, dass der Einzelhandel einer der wichtigsten Arbeitgeber in Neumarkt ist und jede Menge Ausbildungsstellen bietet” meint Karin Bögerl zur aktuellen Situation und “Wir brauchen für das nächste halbe Jahr eine Lösung.”.
Umsatzeinbußen in der Innenstadt
Allein durch die schwindende Kaufkraft der Kunden entstehen den Einzelhändlern in der Innenstadt schon jetzt Umsatzeinbußen. Viele Kunden kommen auch aus dem fränkischen Umland nach Neumarkt. Gerade hier drückt der Faktor Zeit, denn in anderen Städten ist die Arbeit an der Hebung der Attraktivität der Innenstadt für Kunden bereits in vollem Gange.
Thumann sieht City-Manager als Supermensch
Oberbürgermeister Thumann sieht das zwar ähnlich, will sich aber nicht so schnell festlegen und meint zum Posten des Citymanagers “Die Anforderungen sind sehr vielfältig. Sehr viel hängt an der Person, die die Aufgabe ausfüllen soll. Sie muss viele Fähigkeiten besitzen - ja fast schon ein Supermensch sein”. Zur Lösung der Zeitfrage meint der OB “Auch uns ist an einer zeitnahen Lösung gelegen. In Anbetracht der Bedeutung dieser Aufgabe, bringt es uns allerdings nichts, jetzt einen Schnellschuss zu machen.”
Probleme mit Sperrung am Unteren Tor
Im April wird im Stadtrat die Sperrung am Unteren Tor diskutiert. Es geht dann um die Ausschreibung und den Zeitplan. Allerdings steht unabhängig von diesem Beschluss bereits jetzt fest, dass die Sperrung für die Händler in der Innenstadt ebenfalls extreme Einnahme-Rückgänge von 20 bis 30 % mit sich bringt. So war das bereits bei der Sperrung in 2007, als die Dammstrasse für mehrere Wochen wegen Kanalbauarbeiten gesperrt war. Damals wurde der Verkehr über den Berliner Ring umgeleitet.
Existenzgefährdend für Einzelhändler
Gerade die Kunden aus dem fränkischen Umland können dann wegbleiben. Sie kennen die Parksituation nicht so gut wie die Neumarkter und darum blicken die Einzelhändler mit grosser Sorge auf die kommende Baustelle.
Bau von Senkgärten in der Dammstrasse
In 2008 ist der Bau von sogenannten “Senkgärten”, einer Art Strassenunterführung, in der Dammstrasse geplant. Betroffen ist die Kreuzung am Unteren Tor und in der Nürnberger Strasse. “Wir brauchen eine Lösung, die die Kunden nicht von der Stadt fernhält” fordert hierzu Karin Bögerl von der Werbegemeinschaft für die Ladenbesitzer in der Innenstadt.
Marktstrasse wieder öffnen
Eine Möglichkeit sieht die Werbegemeinschaft darin, die Markstrasse für die Bauzeit zeitlich begrenzt für den Verkehr wieder zu öffnen. Denn “wenn in der Innenstadt Geschäfte zusperren müssen, dann ist das auch für die Stadt ein Problem”.




