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Burgruine Wolfstein

Burg Wolfstein Neumarkt

Geschichte der Burg Wolfstein

Die Burg Wolfstein - oder Burgruine - ist das Wahrzeichen der Stadt Neumarkt in der Oberpfalz.

Die Höhenlage der Burgruine ist nach Norden und Westen durch steile Felsen natürlich geschützt.

Weg Burggraben Wolfstein Neumarkt Burggraben Wolfstein Neumarkt

Lediglich am flach abfallenden Ost- und Südhang waren damals bei der Errichtung der Burg zusätzliche Sicherungsmaßnahmen durch eine Vorburg sowie einen aus Fels gehauenen Sohlgraben notwendig.

Vorburg Wolfstein Neumarkt Lichtspiele Burg Wolfstein Neumarkt

Die Burgruine Wolfstein liegt etwa 150 Meter über dem Neumarkter Becken und wird um 1120 erstmals urkundlich genannt.

Sanierung Wolfstein Neumarkt Bauarbeiten Burg Wolfstein Neumarkt

1217 wurde der Dorfadel von Wettenhofen vom Kaiser mit Sulzbürg und Umgebung belehnt. Alsbald errichteten die neuen Ritter von Sulzbürg die Burg Nieder-Sulzbürg, um vor allem die Machtstellung und das Verwaltungswesen zu manifestieren.

Innenhof Burg Wolfstein Neumarkt Alter Saal Burg Wolfstein Neumarkt

Die bestehende Burg Wolfstein bei Neumarkt kommt in die Hand Gottfrieds, eines Reichsministerialen aus dem nahegelegenen Sulzbürg. Sein Sohn Gottfried II. nennt sich und sein Geschlecht ab 1290 ‘von Wolfstein’. Zu dieser Zeit war die erste Linie der Wolfsteiner bereits ausgestorben.

Die Ursprünge der Burg Wolfstein liegen im Dunkeln.

Blick Neumarkt Burg Wolfstein Krähentisch Felsen Neumarkt Wolfstein

Bereits um 1120 soll hier ein gewisser Ulrich von Wolfstein aus hochadeligem Geschlecht seinen Sitz gehabt haben, doch näheres weiß man nicht.

Führungen Burgruine Wolfstein Neumarkt

Von April bis Oktober finden jeden Sonntag von 11 bis 17 Uhr kostenlos Führungen auf der Burg statt.

Die Wolfsteiner von Neumarkt

Wappen Wolfsteiner

Das Wappen der Wolfsteiner ist auf der Burg mehrmals zu sehen:

Wappen der Wolfsteiner

Auf dem Eingang zum Burgturm sowie auf dem Deckel des Burgbrunnens prangt das Wappen der Wolfsteiner.

Motto der “Wolfensteiner”

Darum schlägt sie ein Löwe aus dem Wald, ein Wolf der Steppen überwältigt sie, ein Leopard lauert an ihren Städten: jeder, der aus ihnen hinausgeht, wird zerrissen.

Geschichte der Wolfsteiner

Über die Jahrhunderte gab es verschiedene Schreibweisen für den Namen ‘Wolfenstein’, z.B. Wolffstein oder Wolfstain.

Gottfried I. hat 1242 zusammen mit seiner Frau Adelheid von Hohenfels das Frauen-Zisterzienserkloster Seligenporten (Nahe Neumarkt) als Grablege gegründet. In der gotischen Klosterkirche sind noch Grabsteine und Totenschilde der Wolfsteiner zu sehen, darunter die Epitaphen Gottfrieds II. (+ 1302), seines gleichnamigen Sohnes (+ 1322) und eines Konrad von Wolfstein, wahrscheinlich ein Bruder Gottfrieds. Konrad trägt die typischen Ritterinsignien Schwert, Kettenrüstung und Schild, zudem riesige, sternförmige Sporen. Sein Schild trägt das Wolfsteiner Wappen, ein gehender über einem aufrecht stehenden Löwen. Über die Familiengeschichte des Konrad von Wolfstein weiß man nichts näheres.

Als Nachlass des Grafen von Hirschberg gelangt 1305 Allersberg an den Bischof von Eichstätt, von diesem als Lehen an die Herren von Wolfstein.

Kaiser Karl IV. (König von Böhmen) bestätigte und bekräftigt 1353 den Herren von Wolfstein das Lehen und den Verwaltungsauftrag.

1362 erhielten die Wolfsteiner Grafen das Dorf Mühlhausen vom Kaiser Karl IV. als Lehen.
Im 14. Jahrhundert bildeten sich zwei Linien heraus, unter denen auch die Burg Wolfstein aufgeteilt wird. Ein kaiserliches Privileg von 1414 sicherte beiden die hohe Gerichtsbarkeit.

1522 wird das Geschlecht der Wolfsteins auf Ober-Sulzbürg durch Kaiser Karl V. zu Reichsfreiherren erhoben.

Das Geschlecht der Wolfensteiner wird 1673 vom Kaiser Leopold I. zu Reichsgrafen erhoben. Die Wolfsteiner besitzen nun inzwischen die Burg Wolfstein bei Neumarkt, die Burgen in Allersberg und Pyrbaum.

1703 gelangt Philipp Friedrich Graf von Wolfstein zu Pyrbaum durch Heirat in den Besitz von Schloss Trautskirchen.

Die zweite Linie der Wolfsteiner (Wolfstein) erlosch 1740 mit dem Tod des letzten Grafen Christian Albrecht im “Mannesstamm”.

(Als “Mannesstamm” bezeichnet man in der Genealogie eine Folge von mehreren Generationen, die ausschließlich über die männliche Linie verläuft – jeweils vom Vater auf den Sohn. Man spricht davon, dass eine Familie „im Mannesstamm erloschen“ ist, wenn nur noch Töchter und keine Söhne mehr nachgeboren wurden.)

Die erste und zweite Linie der Wolfsteiner gelten als ausgestorben.

Die Reichsgrafen von Wolfstein zählten mit zu den bedeutensten Adelsgeschlechtern Bayerns, sie standen beispielhaft für diejenigen unter den Ministerialen des Reiches, denen ein sozialer Aufstieg von der Unfreiheit bis zur Grafenwürde gelungen war.

Die wenigen Wolfensteins, Wolfensteiner, Wolfstein u.a. sind untereinander nur namensverwandt.

Die Familie Wolfenstein hat in ‘dritter Linie’ den Titel der Wolfsteiner.

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