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Bau Jugendzentrum Nürnberg verschoben

Baustart Jugendzentrum Schoppershof verschoben

Seit 19 Jahren wird der Bau geplant, der im Herbst 2009 starten sollte: für rund 7,3 Millionen Euro sollen Krippe, Kindergarten, Hort, Kinder- und Jugendhaus, Spielplatz und ein Familienzentrum mit Erziehungsberatung in Nürnberg gebaut werden.

Doch frühestens im Frühjahr 2010 könnte nun der Baustart auf dem Gelände in Schoppershof sein, teilte Rudolf Reimüller vom Jugendamt den fassungslosen Stadträten im Jugendhilfeausschuss mit.

Sozialreferent Reiner Prölß gibt die Schuld der Bauverwaltung.

Das erst Anfang 2007 mit eingeplante Familienzentrum überschreitet im Bebauungsplan die vorgesehenen Baulinien. Eine sogenannte “Freistellung” von den Festsetzungen würde (wie es der Bauverwaltung wohl erst jetzt klar wurde) einer Anwohnerklage nicht standhalten.

Die Baupläne müssen jetzt entsprechend angepasst werden.

Interview MIB AG Betram Schulze

Auch der Bau auf dem ehemaligen AEG-Gelände am Muggenhof ist laut Prölß gefährdet bzw. geplatzt.

Nach seinen Angaben würde die MIB AG ihre “Vermarktungschancen” durch den Bau gefährdet sehen und wäre deshalb gegen das geplante Jugendzentrum.

MIB Projektleiter Bertram Schultze

Die Firma MIB AG (Immobilien und Beteiligungen) hatte im Sommer 2007 das Areal von AEG an der Muggenhofer Straße in Nürnberg übernommen. Bertram Schultze ist der kaufmännisch zuständige Projektleiter für die Entwicklung des Geländes.

Die Aussage von Sozialreferent Reiner Prölß kann Bertram Schultze nicht teilen:

Nach seiner Auskunft war die MIB zu dem Termin als Teinehmer gar nicht eingeladen. Weiter berichtet er, dass die MIB nie ausgesagt hätte, dass der Bau auf dem ehemaligen AEG-Gelände die Vermarktungschancen des Geländes gefährden würden.

Kinder- und Jugendzentrum wäre gut für Standort

“Ein Kinder- und Jugendzentrum könnte man schon dort bauen, aber das muss auch passen” sagte er uns am Telefon. Die MIB plane ja auch die Ansiedlung von Unternehmen in dem Gebiet und wäre deshalb sogar froh, wenn für junge Mitarbeiter Kinderbetreuung in einer so nahen Umgebung vorhanden wäre.

MIB hat Alternativen vorgeschlagen

Weiter berichtet er, dass die MIB auch zwei Alternativen als Standort vorgeschlagen habe. Ein 4.000 qm grosses Grundstück in direkter Nähe an der Pegnitzaue habe man vermittelt. Ob die Stadt Nürnberg mit dem Eigentümer schon Kontakt aufgenommen hätte, wusste Schultze zu dem Zeitpunkt nicht.

Prölß lässt Projekt mit Aussage platzen

Die Entwicklung für das Jugendzentrum am AEG-Standort in Muggenhof ist nach Ansicht von Betram Schultze “komplex”. Nach der Aussage von Sozialreferent Prößl kann sich Schultze jedoch vorstellen, dass das Projekt jetzt tatsächlich “geplatzt” ist. Bisher wusste er davon nichts.

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