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Anlageberatung in der Bank mit ETFs

Viele Deutsche vertrauen (noch?) beim Thema Anlageberatung Ihrer Bank.

Doch kann man seiner Hausbank wirklich vertrauen, wenn es um hochwertige kompetente Anlageberatung wie Aktien und Fonds geht?

Oder verkaufen die Banken nur ihre eigenen Produkte ohne Rücksicht auf Verluste an die Kunden?

Produktverkauf oder echte Beratung

In den Bankenkreisen spricht man von sogenannten “Wellen”.

Bisher gab es 3 Wellen und die 4. Welle ist die Aktuelle:

1. Optionsscheine

Dabei wurden den Anlegern von den Banken waghalsige Spekulationen auf Devisen-, Aktien oder Anleihenkurse angeboten. Viele Privatanleger verloren ihr Geld.

2. Aktienfonds

Selbst als die Blase der Aktienfonds bereits platzte, legten die Finanzdienstleister noch neue Aktienfonds auf und packten diese in die Depots der ahnungslosen Kunden.

3. Zertifikate

Gerade die Zertifikate bergen Verlustgefahren, auf die die Banken ihre Kunden nicht deutlich hingewiesen haben.  Auch hier ließ die Finanzkrise zahlreiche Produkte platzen.

4. Exchange Traded Funds (ETFs)

Diese börsengehandelten Indexfonds gelten als einfach und transparent. Doch die Banken machen die Produkte bereits komplexer und damit riskanter.

Kunden verlieren Geld – Banken machen Gewinne

Während viele Kunden in 2008 hohe Verluste hingenommen haben, haben grosse Banken im gleichen Zeitraum hohe Renditen eingefahren.

Der Vorstand der HVB Andreas Wölfer hat dazu in einem Interview gesagt:

Ich glaube dass die Anleger Verständnis dafür haben, dass ihr Bank gut verdient wenn sie Value Added schafft.

“Value Added” bedeutet übersetzt einfach “Mehrwert”.

Leider war in den Depots der Kunden von diesem Mehrwert nicht viel zu spüren.

Verluste mit “Garantiert sicheren Anlagen”

Viele Sparkassen vertreiben das Produkt “Deka-WorldTop-Garant-2″. Vielen Kunden ist sicherlich nicht klar, was sich hinter dem gloriosen Namen wirklich verbirgt.

Tatsächlich bietet das Produkt keinen Schutz vor dem Inflationsrisiko und das bei einer Laufzeit bis 2014. Es besteht jedoch keine Aussicht, dass die Inflation in Deutschland die nächsten Jahre abnehmen wird.

Die Deka selbst erklärte dazu dem Manager Magazin schriftlich:

Ein Erhalt der Kaufkraft während der Laufzeit ist durch die Garantie nicht abgedeckt.

Weiter:

Dies ergebe sich aus den Verkaufsunterlagen und sei auch bei anderen Garantieprodukten im Markt nicht der Fall.

Im Klartext könnte man auch sagen, dass das Geld danach weniger wert ist als vorher.

Nur die Bank und nicht der Kunde hat daran verdient.

Den Ausgabeaufschlag von 4% der Bank muss das Produkt neben den Inflationsverlusten auch erst noch einbringen, bevor der Kunde davon tatsächlich einen Gewinn zu erwarten hat.

Exchange Traded Funds (ETFs) als neues Produkt

ETFs sind “Exchange Traded Funds” und dahinter verbergen sich börsengehandelte Fonds, die erst im Jahr 2000 in Deutschland eingeführt wurden.

Eigentlich sind ETFs eine gute Alternative zu aktiv gemanagten Aktien- oder Rentenportfolios.

Mit den komplexeren Varianten lässt sich jedoch mehr Geld verdienen. An der Frankfurter Börse sind inzwischen über 400 dieser Pakete notiert.

Die Gebühren für die von Banken erstellten ETF-Spezial-Monster betragen oft das doppelte der normalen Gebühren.

ETF-Fond von ETFlab der Sparkasse

Von transparenten Anlagen kann man kaum mehr sprechen, wenn man sich z.B. den Fond des Sparkassenablegers ETFlab ansieht.

Dieser Index setzt sich aus 40 Aktien zusammen, die nach 6 Kennziffern bewertet werden.

Beratung oder Verkauf?

Viele Berater in den Banken sind nichts besseres als Verkäufer.

Die hauseigenen Produkte müssen verkauft werden, die Berater haben ein monatliches Soll zu erfüllen.

Der Druck auf die Berater ist enorm.

Die Jagd nach Erträgen geht jetzt mit ETFs weiter, die Qualität der Beratung kann nur verlieren.

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