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Kabarett von Andreas Giebel

Das Publikum sitzt im Reitstadel und unterhält sich entspannt.

Kabarett Andreas Giebel

Da kommt der Kabarettist Andreas Giebel auf die Bühne und legt sofort los: „Sitz ma schön, red ma, dann kommt DER daher. Den ganzen Tag verschissen, jetzt muss i a no in Kabarett“.

So begonnen ging es im Programm munter weiter.

Andreas Giebel

Anfangs erzählt Andreas Giebel aus seinem Tagebuch:
„Lauter Feiern und Termine. I sags ihnen ganz ehrlich: I packs von die Leberwerte her nimmer.“

Dabei setzt er normale Lebenssituationen in Komik: bei Fahrstühlen ärgert ihn besonders „dieses Schild“:

„6 Personen oder 415 kg, welches armselige Grisperl hat denn den gebaut. Dann geht der Aufzug auf und es stenga a no 5 Personen drin. Die schauen mich an und kriegen Todesangst. Ich hab dann scho gsagt, I geh zu Fuss“.

In seiner Vorstellung kommt er immer wieder auf die Bedienung „Tatjana“ in seinem Lieblingscafe „Klughardt“ in München zurück sowie auf seinen „immer grantigen Freund Herbert“, der einen Weinladen hat. Dabei schlüpft er gekonnt schauspielerisch in die Rollen von etwa fünf verschiedenen Personen.

Andreas Giebel erzählt aus dem Leben

Andreas Giebel Andreas Giebel

Mit veränderten Stimmlagen und Mimik bringt er deren Charaktere, erzählt Geschichten aus dem Leben aus deren Sichtweise:

“Mein Körper ist froh, wenn er daheim ist und seine Ruhe hat. Und diese Meinung teile ich mit ihm.“ teilt etwa der Grantler Herbert dem Publikum seine Ansicht über Urlaub mit.

Gekonnt greift er in dieser Art verschiedene Themen auf:

  • Auswandern: „Geschafft hat er’s net, er ist vorher gestorben“
  • Kneipentouren durch München: „Das Lokal war sehr nett, aber sehr ruhig, na ja, es war ja auch erst halb 8 früh“
  • Politik: „Demokratie, immer alles für die Jungen Leut. Die Kellner schaun mich schon so komisch an: soll ich dem jetzt die Seniorenkarte bringen?“
  • Heiraten: „Ich kann doch jetzt noch nicht Heiraten, ich hab doch noch nichts erlebt. – Na dann heirat mal, dann erlebst scho was!“
  • Alltagsproblemen wie Keller aufräumen: „Keller aufräumen ist wie Rasen mähen: das Zeug wächst von unten wieder rauf. An Neujahr nehm ich mir immer wieder vor, den Keller aufzuräumen. Sie glauben gar nicht wie viele Jahre ich schon meinen Keller aufräum!“.

Die Vorstellung nimmt dann ihren Lauf in der Darstellung eines Straßenfestes. Dort schlüpft er wieder gekonnt in verschiedene Rollen und kommt zu dem Fazit: „Warum müssen wir Menschen immer alles begreifen, es reicht doch auch, wenn man was annimmt“. Am Ende der Vorstellung bedankt er sich bei den knapp 300 Personen im Publikum und gibt noch seinen Lieblings-Trinkspruch preis:

„Trinken wir doch alle auf unseren Sarg, aus 100-jährigen Eichen, die wir Morgen pflanzen werden“.

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